23.06.2016 20:10


Im Jahr 2014 war es, als ich dieser Beiträge Teil eins und zwei geschrieben habe. Was ist aus dem frischen Grün geworden? Den Wünschen? Am Grün sind Blüten erschienen, wunderschön und duftend. Fast ein Jahr ist das her. Doch an den Stengeln sind auch Dornen gewachsen. Spitz und giftig. Ich würde gern, aber kann sie nicht pflücken. Oft habe ich mich schon gestochen. Bis ins Herz. Weiterziehen? Wird auf meinem Weg mir wieder solch ein zauberhaftes Gewächs begegnen? Kann ich dem Gift etwas entgegen setzen? Die Dornen brechen? Ratlos stehe ich und bin in den Bann gezogen.

11.06.2016 20:00


Ab und an hängen die kleineren oder größeren Cachebehälter friedlich in und unter Brücken. Nachdem die Baumkletterei letztens erfolgreich war, nun die umgekehrte Variante: abseilen und dann wieder hoch. Übungsfeld: Leipzig. Dazu noch zwei weitere mutige Personen und es kann losgehen.



Doch zuerst eine Übung an etwas Leichtem. In gebückter Haltung auf ein paar Rohren zur Brückenmitte rutschen. Dabei möglichst unauffällig sein. Dabei kann man als Tourist schonmal die Wasserlilien fotographieren ;-)



Diese abenteuerliche Aktion überließ ich dann meinem Bruder. Derweil genoss ich den Sonnenuntergang und die karibische Livemusik am Kanal.



Und hier war sie dann, die wirkliche Herausforderung: Mitten über dem reißenden Strom eine Dose. Nix Leiter, nix Boot. Abseilen. Nur wie? Schon am frühen Nachmittag hatten wir einiges versucht, aber nicht wirklich erfolgreich. Es fehlten immer ein paar Zentimeter und für den Versuch an der relevanten Stelle waren da einfach zu viele Paddler. Rückkehr also kurz vor Sonnenuntergang. Mit neuer Strategie. Unter Ausnutzung der Strömung bekam die Brücke erstmal einen Gürtel aus einem Spanngurt. Dann mit doppeltem Seil gesichert wagte ich mich in die Tiefe. Schwupp über das Brückengeländer, auf dem Stahlträger ein letztes Mal stehen, zurücklehnen, weiter, weiter und dann die Füße loslassen und ins Nichts baumeln lassen. Bauchkribbeln. Einhängen in den Spanngurt und nun ab in die Brückenmitte. Gar nicht so einfach mit dem ganzen Sicherheitszeug. Aber sicher ist sicher. Wenn das Zeug reißt... Nein, nicht dran denken. Am Cache war es dann schon reichlich dunkel und der Verschlussmechanismus der Dose eine komplizierte Angelegenheit. Taschenlampe wäre gut gewesen. Das nächste Mal. Und nun noch freischwingend schreiben. Geschafft. Nun nur noch zurück und außen an der Brücke hoch klettern, ohne in die braune brodelnde Brühe zu fallen. Ein paar "Fans", die noch beim Abseilen zugeguckt hatten, waren weg. Wahrscheinlich war es ihnen doch zu langweilig, dass ich nicht rein gefallen bin.