26.01.2017 17:39


Mitten in der Dippoldiswalder Heide - gar nicht so weit weg also von mir - gibt es einen einsamen kletterbaren Sandsteingipfel. Den Einsiedlerstein. Bisher war ich aber nur schauen und anfassen. Für diese Art Gipfel sollte es trocken und nicht unbedingt Winter sein. Und man sollte Sandsteinmut mitbringen. Denn metallene Sicherungsmittel sind untersagt und wirklich viele Möglichkeiten für Schlingen konnte ich nicht erspähen. So wird der eine oder andere Weg völlig ungesichert zu erklimmen sein, bei anderen wartet auch mal ein Ring an den gruseligsten Stellen. Ansonsten gibt es hier alles von eins bis acht.





Felsinfo:
Ort: Karsdorf / Heidemühle
Koordinaten: N 50°55'49" E 13°40'45"
Gestein: Sandstein
Lage: mitten im Wald. Von allen Seiten bekletterbar.
Höhe: bis zu 10 Metern
Absicherung: von komplett unsicherbar bis einige Ringe pro Route
Zustieg: 2 Kilometer, ca 15 Minuten zu Fuß


22.11.2016 20:32


Ist zwar schon eine ganze Weile her, ich möchte euch aber diese Bilder - zum Vergrößern klicken - nicht vorenthalten. Mal wieder zum Klettern in den Calanques an der französischen Mittelmeerküste gewesen und Fingerübungen an Kalkstein vollzogen. Der schöne Wald entlang der Küste wurde durch einen Waldbrand an vielen Stellen dahingerafft. Zurück blieben schwarze tote Stämme. Wie erschreckend!



Doch zum Glück blieb das Cap auf der anderen Seite der Bucht verschont und ich konnte knapp vierhundert Meter über dem Meer mein Haar im Wind flattern lassen.



Klettern - ob über Klippen hinab ans Meer oder über Wände mit viel nichts hinauf zur Aussicht auf das Ghetto - wurde natürlich auch. Das Wetter hatte nicht jeden Tag Mitleid mit weitgereisten Menschen aus dem kalten nebligen Deutschland. Oder gerade für den Sie-sollen-sich-wie-zu-Hause-fühlen Faktor gab es auch hier Sturm und Regen. Aber mit einem durchaus interessanten Nebeneffekt: Der Wind peitschte die Wellen an das Ufer und die Gischt sprühte meterhoch. Wie gigantisch! Stundenlang hätte ich zusehen können. Bis ich mich zu nah hinan wagte und mich eine Welle tropfnass machte. Voller Salzwasser in Haar und Kleidung half dann nur noch trocken legen - und gleich wiederkommen. Wann sieht man das schonmal wieder. (Video)





Und wenn es nur trüb und nieselig ist? Dann suche man sich eine Höhle und klettere bedacht. Toller Blick über die Landspitze von Les Goudes! Nette Schweizer für einen Plausch vor Ort. Schon das Zusehen bei denen war unterhaltsam. Tolle Felswände, die hier vor Wind und Wetter schützten und noch mehr alte Tropfsteinhöhlen zum Anschauen. Zurück ins Tal ging es über die "Treppe der Riesen" - Stufen in einer Schlucht - so hoch, dass mir manchmal ein Seil echt lieber gewesen wäre.





Und am Schluss noch eine Sternschuppe nächtlich am Leuchturm sitzend. Die nun friedliche Brandung zu Füßen.