Die Kunst, von A nach B zu kommen
24.04.2012 20:52
Im Prinzip bin ich ja schon für schöne Straßen und weniger Schlaglöcher. Schon um meines Autos Willen. Doch nachdem wir letztes Jahr den ganzen Sommer über immer übers Münzbachtal fahren mussten, war ich eigentlich froh, wieder eine gerade Verbindung zu haben (grün, von oben nach unten). Alles hatte man aber im letzten Jahr nicht geschafft und so sollten die restlichen 200 Meter dieses Jahr dran glauben. Dafür setzt man ganze fünf Monate an - wer weiß, macht vielleicht einer mit der Zahnbürste und der Nagelfeile. Oder es wird vergoldet. Na jedenfalls mussten wir seit März wieder mit der altbekannten Umleitung Vorlieb nehmen (primär rosa, Rest rot)

Damit nicht genug. Vor zwei Wochen entstand die Idee, das Muldeufer in Rothenfurth ausbessern zu müssen. Also halbseitige Sperrung. Mit drei Ampeln konnte der Bautrupp nicht umgehen, also sperrte man kurzerhand das erste rosa Stück. Einmal im Zickzack drumrumfahren. Ewig an der Ampel warten. Aber zu früh gefreut. Auch in Freiberg ist noch Geld übrig. Damit könnte man doch... Achja, den Meißner Ring bauen. Den Verkehr leite man über die Winklerstraße. Die ist dafür aber eigentlich zu schmal. Nagut. Dann Einbahnstraße. Was zur Folge hat, dass man nun, um zur KITA zu kommen, einmal rund um den Campus fahren muss, um sich anschließend durch die Baustelle zu quälen. Aus normalen zwölf Fahrtminuten mache fünfunddreißig. Ich bin restlos begeistert.
Wunder der Technik
19.04.2012 21:29
"... oder sie findet sind zu dick und msn trifft die tasten nicht sp richtig und Duell Software ergänzt komische Sache..." So oder ähnlich sieht das aus, wenn man versucht, auf einem Smartphone mal schnell ein paar Zeilen zu schreiben. Seit einem halben Jahr bin ich nun auch stolze Besitzerin eines solchen Technikwunders. Was habe ich früher nur ohne es getan? Welchen schier ausweglosen Situationen konnte ich mit seiner Hilfe bisher trotzen? Ich habe dank Fußgängernavigation aus dem Großstadtdschungel herausgefunden, konnte den sicheren Hungertod entgehen, weil mir mein Telefon zeigte, wo der nächste Bäcker ist. Unzählige Euros habe ich gespart, wusste ich doch vorher, wo die Grünbemantelten auf der Lauer lagen. Unnützen Wissensbalast oder den Einkaufszettel - das alles kann ich getrost vergessen: Memos und das bis auf kleine verwaiste Gebirgstäler immer verfügbare Internet helfen mir jederzeit weiter. Ernsthaft? Klar. Nur putzen kann es noch nicht. Und das mit dem Schreiben müssen wir auch noch üben. Wobei, es schult so doch den Verstand: Was wird mein Gegenüber denn bei seinem Text nur gemeint haben können? Ruf doch mal an! Achja, stimmt, das kann es auch noch.
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