Schattenspender
25.08.2016 07:10
Bei der Arbeit ziwscht es vor Hitze beim Tippen an den Tasten, zwischen den Häusern steht die Luft - so lockt am Nachmittag die Freiberger Mulde ganz hinten versteckt in Muldenhütten. Der Weg dahin recht abenteuerlich. Riesige Schlaglöcher, noch gefüllt vom letzten Regenguss und Brennnesseln bis über's Autodach. Vor Ort dann menschenleer und nur das Rauschen des Flusses erweckt die Einsamkeit zum Leben. Ab und an rattert ein Zug über die Brücke. Nur Schatten ist irgendwie direkt am Wasser Mangelware. Also bauen wir aus Treibholz einen Unterschlupf und opfern eine Decke. So lässt es sich stundenlang aushalten. Die Kids bauen Wehre und ich schaue den Schmetterlingen beim Tanzen in der Sonne zu. Eigentlich sollte das doch Bestandteil des Arbeitsalltags werden - tiefenentspannte und leistungsfähige Mitarbeiter. Muss ich mal vorschlagen ;-)

Klettern oder Fußbad?
23.08.2016 19:00

Nach einem bislang eher erfolglosen Klettertag - siehe letzter Beitrag zur Dynamitwand - einer guten Stärkung und noch unerfüllter Kletterlust lockte der Rückweg mit einer Vielzahl an Felsen um Glashütte. Nur für welchen sollte man sich hier denn entscheiden? Ein wenig im Führer geblättert, hier und da geschaut. Mein Vorsteiger fand die schönen glatten Wände der Uferwand recht verlockend, also fiel die Wahl auf selbige. Schöne glatte Wände. Klar... Siebner und Sechser. Und wo ist mein Weg zum Aufwärmen? Oh wart mal... du meinst doch nicht...? Also doch. Ne sechs zum Einstieg. Na das kann ja heiter werden. Birkenvariante (VIIb, 6), Fluch der Karibik (VIIIb, 7 - allerdings nur bis zum Ring) und der Fußtot schlechthin im Bahnsteig 8 (VIIIb, 7). Zumindest bot die Lage direkt am Wasser die Möglichkeit, die qualmenden Zehenspitzen direkt zu kühlen. Wer Leisten und glatte Wände mag, kommt hier gut auf seine Kosten. Es gibt Stellen, die verlangen ein wenig nachdenken, wenn die Panik vor Ort das noch zulässt. Schöne Örtlichkeit - so direkt am Wasser. Das Herankommen ist ein wenig ein Balanceakt, aber gerade im Sommer kann man das hier nur empfehlen. Menschen waren weit und breit nicht zu entdecken. Einzig zum Bewachen ihrer Parkplätze saßen einige vor den vorgelagerten Häusern. Sofern man die gemeingültigen Abstellplätze für Klettermobile nutzt, sollte das aber alles friedlich sein.
Felsinfo:
Ort: Glashütte
Koordinaten: N 50°50'55" E 13°47'0"
Gestein: Gneis
Lage: am Flussufer, südlich ausgerichtet
Höhe: 20 Meter
Absicherung: ausreichend Haken vorhanden
Zustieg: je nach Parkplatz 5 bis 10 Minuten
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