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12.02.2019 19:58


Seit ich hier eingezogen bin, habe ich überlegt, was ich denn aus dieser komischen Ecke machen könnte. Mit dem Balken kann man nicht wirklich ein Regal aufstellen und mit dem Podest vom Küchentisch davor passt auch kein Tisch irgendwie hin. So stand dort nun lange Zeit der alte kleine Tisch aus der alten Küche und es stapelte sich drunter, drauf und irgendwie rundherum das Zeug. Jeder Gast, der auf meiner Couch Platz nehmen wollte, hatte diesen wüsten Haufen direkt im Blick. So nahm ich nun vor ein paar Tagen einen Wollknäuel und zeichnete paar Linien an die Wand, wie es aussehen könnte. Achnein, angestrickt, meinten die Kinder. Und bevor diese Strickstriche noch zum festen Provisorium werden konnten, den Baumarkt überfallen und Bretter besorgt. Praktisch, dass man sich da alles gleich auf Länge sägen lassen konnte. Vielleicht hatte der Mitarbeiter auch nur Mitleid mit Frau und Kind und dem Haufen Holz. Er schnitt auch die kleinen Brettchen ohne zu murren. Schnell noch für ein paar Euro die Seele in Form einer Kundenkarte verkauft und ab nach Hause mit dem Kram. Angezeichnet, ständig den Bleistift gesucht und schwungvoll mit der Stichsäge Löcher und Linien gesägt, bissel provisorisch untergebaut und die Kinder zum Halten abgestellt und keine zwei Stunden später stand das gute Stück. Die Spähne wurden von Kinderfüßen in der ganzen Wohnung verteilt, aber das Ergebnis war aus dem Sofabetrachtungswinkel wirklich sehr gelungen. Ade Rumpelecke!









Das letzte Bild hat dann auch die gemütliche Raumbeleuchtung.

29.11.2018 20:18


Endlich geschafft. Eine Lampe über dem Küchentisch. War auch echt bissel dunkel. Paar Einzelteile später nun das vorläufige Ergebnis. Für eine lange Holzsuche war es zu kalt. Treibholz wäre vielleicht cool...



05.08.2018 19:22


Einst kam eine seltsame neue Cacheart aus Schweden herüber. Biltema heißt diese Gattung und kommt vom Namen einer Baumarktkette, in der man gut und günstig an das Zubehör zum Ernten dieser Dosen kommen kann. Nun kommen Neuerungen hier im ländlichen Raum eher langsam an und so wurde im näheren Umfeld lange kein solches Objekte erspäht. Doch jüngst führte mich ein morgendlicher Spaziergang im Tharandter Wald an einem dieser Art vorbei. In meinem jungendlichen Leichtsinn hatte ich ja die Idee, dass ein ausreichend langer Ast auch dienlich sein könnte. Aber Holz in dieser Länge ist verdammt schwer. Und muss man es dann noch schräg über einen See halten, braucht man Muskeln wie Obelix oder einen Zaubertrank. Also erstmal nur geguckt und unverichteter Dinge wieder abgezogen. Ne Idee musste her.

Da die schwedischen Baumärkte etwas weit entfernt und Teleskopstangen im allgemeinen auch zu teuer sind, stieß ich im Internet auf sogenannte Stippruten. Die verwenden eigentlich die Angler. Naja, im Grunde genommen bin ich ja auch einer. Meine Fische schweben nur und Tierquälerei isses auch keine. Diese Ruten lassen sich auf bis zu acht Metern ausziehen, haben eine kleine Öse am Ende und wiegen kaum etwas. Eingeklappt sind sie nicht mal nen Meter lang. Perfekt eigentlich. Bestellt und wenig später kam ein langes dünnes Paket. Das ganz endige Ende war mir dann zum Anbringen eines Hakens etwas zu dünn, aber etwas weiter unterhalb sollte gehen. Vom Umzug waren noch Wandhaken und Klebeband übrig. Sieht zwar bissel provisorisch aus, aber nichts hält länger als... na du weißt schon. Und die mittigere Anbringung sollte sich im Praxistest noch als hilfreich erweisen.

Eines Abends dann zogen wir aus, um Fische zu angeln. Oder was uns sonst noch an den Haken gehen sollte. Am Parkplatz wunderten sich ein paar Omas, was wir denn im Wald fischen wöllten. "Sie wissen schon, die Kinder und neues Spielzeug... muss überall hin mit..." Vor Ort zeigte sich, dass die Länge optimal war und man mit dem leicht vorstehenden Teil über dem Haken doch noch besser zielen kann. So leicht, wie gedacht, war es dann nämlich doch nicht. Und da keiner in den sumpfigen Tümpel fallen wollte, war Teamwork gefragt. Zwei halten die Stange und einer nimmt ab... Hat geklappt. Und wir freuen uns auf mehr. Oder den ersten eigenen Cache dieser Art.





Material:
  • Stipprute 7 bis 8 Meter lang - 15 Euro inkl Versand
  • Packband
  • Wandhaken, möglichst rund


... mich


(Kräuter)gärtnernde programmierbegeisterte Mama von zwei für mich süßen sich selber als groß bezeichnenden Mädels, die gern wandert, klettert und Ski fährt. Fotografierender und sich mit Jonglieren die Zeit vertreibender Drahteselritter. Von Mathematik faszinierter gern bei einem guten Tee und noch besserem Gespräch sitzender Bücherwurm, der viele Kilometer auf der Suche nach interessanten alten Gemäuern hinter sich bringt und auch gern mal in die schwarz-weißen Tasten haut. Im Winter mit Nadel und Faden, Tusche und Stift kreative Ergüsse vollbringend. Und mehr. Stöber doch einfach ein wenig.